Tag: 8. März 2017

Logan – The Wolverine (Kino)

Logan – The Wolverine (Kino)

[youtube AW46uVEbdyc]

Nun hat Wolverine doch noch den Film bekommen, der seinem Charakter am ehesten entspricht. Rau, brutal, blutig. Einen Vorgeschmack darauf, wie das aussehen könnte bekam man ja schon im letzten X-Men Film Apocalypse. Da hatte er ja einen kurzen aber heftigen Auftritt. Und nachdem Deadpool im letzten Jahr trotz höherer Altersfreigabe in Amerika die Kassen hat klingeln lassen, wurden die Studios wohl etwas mutiger.

Logan spielt im Jahr 2029 und hat kaum Bezug auf die vorangegangenen Filme. Mutanten gibt es so gut wie keine mehr und auch von den X-Men ist wohl niemand mehr am Leben. Darauf wird aber im Film nicht näher eingegangen. Logan ist sichtlich gealtert, seine Selbstheilungskräfte funktionieren nicht mehr richtig und er hat einen Job als Limousinen Chauffeur. Er lebt zurückgezogen in der Wüste und bei ihm sind nur noch der ehemalige Professor X Charles Xavier und ein anderer Mutant.

Charles ist bereits 90 Jahre alt und leidet unter einer Alzheimererkrankung. Für ihn müssen regelmäßig Medikamente besorgt werden damit er telepathisch keinen Schaden anrichten kann. Eines Tages wird Logan von einer Frau angesprochen die ihn darum bittet ihr und einem kleinen Mädchen bei der Flucht nach Kanada zu helfen.

Bevor Logan sich entschließt zu helfen wird die Frau umgebracht und das Mädchen ist verschwunden, taucht aber kurze Zeit später in Logans Unterschlupf in der Wüste wieder auf. Allerdings auch eine Gruppe Soldaten, die das Mädchen suchen. Bei der folgenden Auseinandersetzung kommt heraus, dass das Mädchen die gleichen Fähigkeiten hat wie Wolverine. Nun muss Logan zusammen mit Charles die Kleine beschützen und an einen sicheren Ort bringen.

Die Geschichte ist nicht sonderlich komplex und ich hätte schon gerne ein paar Erklärungen über die Zeit vor dem Film gehabt aber hier wird sich hauptsächlich auf die Figuren selber konzentriert. Besonders die Beziehung zwischen Logan und Charles erreicht einige emotionale Höhepunkte. Es gibt’s zwar die Mutanten aber Logan ist alles andere als ein Superheldenfilm geworden. Er lässt sich auch schlecht mit den anderen Filmen aus dem X-Men Universum vergleichen. Es ist eher eine Art Familiendrama in dem zufällig ein Paar Leute mit Superkräften mitspielen.

Die Action kommt zwar nicht zu kurz, macht aber nicht den Großteil des Films aus. Wenn gekämpft wird, dann aber richtig. Wir haben es hier mit dem bislang brutalsten und blutigsten Film des X-Men Universums zu tun. Übertrieben ist das aber nicht sondern nur der Thematik angemessen.

Patrick Stewart und Hugh Jackman liefern schauspielerisch richtig gute Leistungen ab aber auch Neuzugang Dafne Keen, die das kleine Mädchen spielt, beeindruckt. Vor allem, da sie die meiste Zeit nichts sagt.

Logan ist ein über weite Strecken recht ruhiger Film dessen Ausgang zwar nicht ganz unvorhersehbar ist, trotzdem noch etwas Spannung und ein paar Überraschungen zu bieten hat. Schade das Hugh Jackman schon im Vorfeld gesagt hat, dass dies sein letzter Auftritt als Wolverine wird. In dem Stil hätte es ruhig mehr Filme geben können.

Posted by Sven in Blog Artikel, Filme, Medien, 0 comments
DCTV – Folge 089: Filmwoche 10/2017

DCTV – Folge 089: Filmwoche 10/2017

[youtube AW46uVEbdyc]

Starts am 09.03.2017

Kong: Skull Island

Wenn man nur nach dem Titel geht könnte man meinen, dass man hier nur eine weitere Verfilmung des bereits bekannten Themas um den Riesenaffen zu sehen bekommt. Letztendlich wird es auch erstmal nicht viel anders sein aber hier soll auch ein King Kong aufgebaut werden der in weiteren Filmen auf Godzilla trifft.

Das Wissen darüber nimmt zwar etwas die Spannung weg, denn der Film wird wohl kaum mit dem Tod des Affen auf New Yorks Straßen enden. Vielmehr dürfte sich der Großteil auf der Titelgebenden Insel abspielen. Auch wird es keine Verbindungen zu Peter Jackson Verfilmung von 2005 geben, auch wenn der Affe im ersten Moment eine gewisse Ähnlichkeit besitzt. Nur ist dieser hier wohl um einiges größer.

Die Geschichte spielt zur Zeit des Vietnamkrieges in den 70er Jahren. Die ersten Bilder die es zu sehen gab sahen dann auch mehr wie Platoon oder Apocalypse Now aus als ein weiterer King Kong Film. Die Untermalung mit Musik aus der Zeit hat dann auch den Trailer schön abgerundet.

Kong: Skull Island wird sicher keinen Oscar für das beste Drehbuch bekommen aber ein kurzweiliger Actionfilm mit guten Spezialeffekten könnte durchaus bei rauskommen. Noch dazu wo man bei der Besetzung nicht gekleckert hat. Neben Samuel L. Jackson und John Goodman sind auch noch Tom Hiddleston und John C. Reilly mit an Bord. Alles Leute die ich immer wieder gern sehe.

[youtube pExtBRZSxKg]

Blu-Rays der letzten Woche

Bridge of Spies – Der Unterhändler

Steven Spielberg nimmt sich ja gerne mal geschichtlichen Themen mit Bezug zu Deutschland an und landet dieses Mal mitten im Kalten Krieg. Der Film beginnt mit der Enttarnung des in Amerika lebenden russischen Spions Rudolf Abel. Dieser soll aber trotz allem einen fairen Prozess bekommen und so wird ihm der Anwalt James Donovan als Pflichtverteidiger zur Seite gestellt.

Dieser will den Fall erst gar nicht annehmen ist aber dann doch zu ehrgeizig um die Ganzen Ungereimtheiten rund um die Anklage zu ignorieren. Am Ende kann er die beantragte Todesstrafe in eine Haftstrafe umwandeln. Der amerikanischen Öffentlichkeit gefällt das natürlich nicht. Die wollen den Spion lieber aufgehängt sehen.

Dass dies von Vorteil ist stellt sich einige Zeit später heraus. Ein US Air Force Spionagepilot wird über Russland abgeschossen und gefangengenommen. Donovan wird nach Berlin geschickt um mit den Russen über einen Austausch zu verhandeln.

Bridge of Spies ist sicher keine Film den man mal so schnell nebenbei guckt. Nicht das er sonderlich komplex wäre denn die Fronten sind klar abgesteckt aber ein bisschen aufpassen muss man schon. Es geht auch nicht gerade temporeich zur Sache sondern eher gemächlich. Dass es dadurch nicht zu langerweile kommt liegt dann auch hauptsächlich am Thema selbst. Die Zeit und Stimmung der 60er Jahre wird recht gut eingefangen was auch daran liegt dass viel an original Schauplätzen gedreht wurde.

Auf der Darstellerseite kann Tom Hanks als Anwalt einmal mehr überzeugen aber der eigentliche Star ist der mit dem Oscar ausgezeichnete Mark Rylance in der Rolle des Spions Abel. Bridge of Spies ist sicher kein Film, der ausschließlich unterhalten will. Eher bekommt man eine kleine Geschichtsstunde über die angespannten Beziehungen zwischen Russland, der DDR/BRD und den Amerikanern zu Beginn der 60er Jahre. Und unter dem Gesichtspunkt funktioniert der Film sehr gut.

Posted by Sven in Blog Artikel, DVD/Blu-Ray, Filme, Medien, 0 comments