Monat: Februar 2016

Oscars 2016

Oscars 2016

UPDATE:

So, das wars mal wieder. In 12 von 24 Kategorien richtig getippt. Also genau die Hälfte. Da war ich schon schlechter, aber auch schon besser. Bei Mad Max habe ich ja meistens richtig gelegen, aber ich hätte nicht gedacht, dass er in so vielen Kategorien abräumt. Mit 6 Preisen ist er sogar Gewinner des Abends. Gefolgt von dem ernüchternden Ergebnis von The Revenant mit 3 Preisen. Wenigstens kann Leo endlich mal einen Goldjungen mit nach Hause nehmen.

Der Marsianer ging trotz 7 Nominierungen leer aus, genauso wie Carol mit 6 und Star Wars 7 mit 5 Nominierungen. Eine Überraschung war der Oscar an Spotlight für den besten Film, der nur noch in einer weiteren Kategorie gewinnen konnte. Das gab es auch noch nicht so oft.

Ansonsten gingen die Preise meiner Meinung nach in Ordnung…mit Ausnahme des besten Filmsongs. Die haben es doch tatsächlich fertig gebracht, einen der miesesten Bondsongs aller Zeiten auszuzeichnen. Das konnte einem fast den ganzen Abend versauen.

Die Show an sich dümpelte leider häufig so vor sich hin und war trotz strikt eingehaltener Dankesreden Zeitbegrenzung länger wie so manche Zeremonie in den letzten Jahren. Chris Rock als Moderator hat natürlich bei jeder Gelegenheit die schwarz/weiß Debatte auf die Schippe genommen, war aber für mich durch die schnelle, quiekende Stimme nicht immer so leicht zu verstehen.

****

In ein paar Stunden geht’s los. Dann feiern sich die Amis aus der Filmindustrie wieder selbst. Auch wenn die in den letzten Jahren bei den Preisvergaben nicht immer an Glaubwürdigkeit gewonnen haben, so gab es doch immer mal wieder goldene Männchen, die zu Recht vergeben wurden. Mal schauen, wie es in diesem Jahr ausgeht.

Immerhin gab es ja schon im Vorfeld einigen Trubel wegen der geringen Anzahl an dunkelhäutigen Nominierten. Zukünftig soll es da wohl auch eine Quote geben, was ich persönlich überhaupt nicht gut finde. Und das nicht nur bei so einer Preisverleihung. Wenn jemand für etwas die meisten Stimmen bekommt, weil ihn eben die meisten am besten fanden, dann soll er den Preis, Job oder was auch immer auch bekommen. Warum sollte ich den dann übergehen und den Zweitplatzierten nehmen, nur weil er anders pigmentiert ist. Wenn ich der Zweitplatzierte wäre, käme ich mir ziemlich blöd dabei vor.

Aber genug Politik. Kommen wir zu den Nominierungen und meinen Tipps. Wie jedes Mal habe ich natürlich lange nicht alle Filme gesehen und deshalb gerne mal ins Blaue getippt. Zum Teil habe ich auch die bereits vergebenen Preise der letzten Wochen oder Buchmacher Quoten mit einbezogen.

Die größte Überraschung für mich waren die vielen Nominierungen von Mad Max: Fury Road. Sicherlich ein guter Nonstop Actionfilm mit klasse Optik, der bestimmt den ein oder anderen Oscar in den technischen Kategorien bekommen wird aber für mich bestimmt nicht zu den besten Filmen des letzten Jahres gehört. Trotzdem gehe ich mal von aus, dass der sich zusammen mit The Revenant um die Krone für die meisten Preise streitet.

Actor in a Leading Role

Ein anderer als Leo kommt hier eigentlich nicht in Frage aber es würde mich auch nicht sonderlich überraschen, wenn der arme wieder übergangen wird.

  • Bryan Cranston (Trumbo)
  • Matt Damon (The Martian)
  • Leonardo DiCaprio (The Revenant)
  • Michael Fassbender (Steve Jobs)
  • Eddie Redmayne (The Danish Girl)

Actor in a Supporting Role

Hier ist Sylvester Stallone die große Überraschung und da er auch schon den Golden Globe bekommen hat, ist ein Oscar nicht ganz unwahrscheinlich.

  • Christian Bale (The Big Short)
  • Tom Hardy (The Revenant)
  • Mark Ruffalo (Spotlight)
  • Mark Rylance (Bridge of Spies)
  • Sylvester Stallone (Creed)

Actress in a Leading Role

  • Cate Blanchett (Carol)
  • Brie Larson (Room)
  • Jennifer Lawrence (Joy)
  • Charlotte Rampling (45 Years)
  • Saoirse Ronan (Brooklyn)

Actress in a Supporting Role

  • Jennifer Jason Leigh (The Hateful Eight)
  • Rooney Mara (Carol)
  • Rachel McAdams (Spotlight)
  • Alicia Vikander (The Danish Girl)
  • Kate Winslet (Steve Jobs)

Animated Feature Film

  • Anomalisa
  • Boy and the World
  • Inside Out
  • Shaun the Sheep Movie
  • When Marnie Was There

Best Picture

Ich habe nur drei dieser Filme gesehen und ich finde den Marsianer ein wenig unterhaltsamer wie The Revenant. Aber an dem wird wohl dieses Jahr nichts vorbeigehen.

  • The Big Short
  • Bridge of Spies
  • Brooklyn
  • Mad Max: Fury Road
  • The Martian
  • The Revenant
  • Room
  • Spotlight

Cinematography

  • Carol (Ed Lachman)
  • The Hateful Eight (Robert Richardson)
  • Mad Max: Fury Road (John Seale)
  • The Revenant (Emmanuel Lubezki)
  • Sicario (Roger Deakins)

Costume Design

  • Carol (Sandy Powell)
  • Cinderella (Sandy Powell)
  • The Danish Girl (Paco Delgado)
  • Mad Max: Fury Road (Jenny Beavan)
  • The Revenant (Jacqueline West)

Directing

  • The Big Short (Adam McKay)
  • Mad Max: Fury Road (George Miller)
  • The Revenant (Alejandro G. Iñárritu)
  • Room (Lenny Abrahamson)
  • Spotlight (Tom McCarthy)

Film Editing

  • The Big Short (Hank Corwin)
  • Mad Max: Fury Road (Margaret Sixel)
  • The Revenant (Stephen Mirrione)
  • Spotlight (Tom McArdle)
  • Star Wars: The Force Awakens (Maryann Brandon and Mary Jo Markey)

Foreign Language Film

  • Embrace of the Serpent (Colombia)
  • Mustang (France)
  • Son of Saul (Hungary)
  • Theeb (Jordan)
  • A War (Denmark)

Makeup and Hairstyling

  • Mad Max: Fury Road (Lesley Vanderwalt, Elka Wardega and Damian Martin)
  • The 100-Year-Old Man Who Climbed out the Window and Disappeared (Love Larson and Eva von Bahr)
  • The Revenant (Siân Grigg, Duncan Jarman and Robert Pandini)

Production Design

  • Bridge of Spies (Production Design: Adam Stockhausen; Set Decoration: Rena DeAngelo and Bernhard Henrich)
  • The Danish Girl (Production Design: Eve Stewart; Set Decoration: Michael Standish)
  • Mad Max: Fury Road (Production Design: Colin Gibson; Set Decoration: Lisa Thompson)
  • The Martian (Production Design: Arthur Max; Set Decoration: Celia Bobak)
  • The Revenant (Production Design: Jack Fisk; Set Decoration: Hamish Purdy)

Sound Editing

  • Mad Max: Fury Road (Mark Mangini and David White)
  • The Martian (Oliver Tarney)
  • The Revenant (Martin Hernandez and Lon Bender)
  • Sicario (Alan Robert Murray)
  • Star Wars: The Force Awakens (Matthew Wood and David Acord)

Sound Mixing

  • Bridge of Spies (Andy Nelson, Gary Rydstrom and Drew Kunin)
  • Mad Max: Fury Road (Chris Jenkins, Gregg Rudloff and Ben Osmo)
  • The Martian (Paul Massey, Mark Taylor and Mac Ruth)
  • The Revenant (Jon Taylor, Frank A. Montaño, Randy Thom and Chris Duesterdiek)
  • Star Wars: The Force Awakens (Andy Nelson, Christopher Scarabosio and Stuart Wilson)

Visual Effects

  • Ex Machina (Andrew Whitehurst, Paul Norris, Mark Ardington and Sara Bennett)
  • Mad Max: Fury Road (Andrew Jackson, Tom Wood, Dan Oliver and Andy Williams)
  • The Martian (Richard Stammers, Anders Langlands, Chris Lawrence and Steven Warner)
  • The Revenant (Rich McBride, Matthew Shumway, Jason Smith and Cameron Waldbauer)
  • Star Wars: The Force Awakens (Roger Guyett, Patrick Tubach, Neal Scanlan and Chris Corbould)

Music (Original Score)

Mit Williams und Morricone sind zwei der größten Filmkomponisten nominiert und ich muss leider sagen, dass beide ihn in diesem Jahr nicht verdient haben. Der Score von The Hateful Eight ist ziemlich schwach und teilweise auch aufgewärmt. Star Wars hat zwar ein paar neue Melodien, aber die haben sich auch nicht wirklich eingebrannt. Beide haben schon deutlich bessere Musik komponiert aber ich tippe trotzdem mal auf Morricone. Vielleicht will ihm die Jury noch mal einen Goldjungen überreichen, der nicht fürs Lebenswerk ist. Den hat er ja schon bekommen.

  • Bridge of Spies (Thomas Newman)
  • Carol (Carter Burwell)
  • The Hateful Eight (Ennio Morricone)
  • Sicario (Jóhann Jóhannsson)
  • Star Wars: The Force Awakens (John Williams)

Writing (Original Screenplay)

Hier könnte ich mir eine politische Entscheidung vorstellen und man den Jungs aus Compton quasi einen Trostpreis gibt. Würde für mich auch völlig in Ordnung gehen, auch, wenn man Straight Outta Compton statt Mad Max eine Nominierung für den besten Film gegeben hätte.

  • Bridge of Spies (Written by Matt Charman and Ethan Coen & Joel Coen)
  • Ex Machina (Written by Alex Garland)
  • Inside Out (Screenplay by Pete Docter, Meg LeFauve, Josh Cooley; Original story by Pete Docter, Ronnie del Carmen)
  • Spotlight (Written by Josh Singer & Tom McCarthy)
  • Straight Outta Compton (Screenplay by Jonathan Herman and Andrea Berloff; Story by S. Leigh Savidge & Alan Wenkus and Andrea Berloff)

Documentary (Short Subject)

  • Body Team 12
  • Chau, beyond the Lines
  • Claude Lanzmann: Spectres of the Shoah
  • A Girl in the River: The Price of Forgiveness
  • Last Day of Freedom

Documentary (Feature)

  • Amy
  • Cartel Land
  • The Look of Silence
  • What Happened, Miss Simone?
  • Winter on Fire: Ukraine’s Fight for Freedom

Short Film (Animated)

  • Bear Story
  • Prologue
  • Sanjay’s Super Team
  • We Can’t Live without Cosmos
  • World of Tomorrow

Short Film (Live Action)

  • Ave Maria
  • Day One
  • Everything Will Be Okay (Alles Wird Gut)
  • Shok
  • Stutterer

Music (Original Song)

Hier ist es mir relativ egal und einen Favoriten habe ich eh nicht. Ich hoffe nur, dass der Spectre Titelsong nicht gewinnt, denn was ich von dem halte, habe ich hier schon mehrfach zum Ausdruck gebracht. Ich sag nur Katzen…

  • “Earned It” from Fifty Shades of Grey; Music and Lyric by The Weeknd, Ahmad Balshe, Jason Quenneville and Stephan Moccio
  • “Manta Ray” from Racing Extinction; Music by J. Ralph, Lyric by Anohni
  • “Simple Song #3” from Youth; Music and Lyric by David Lang
  • “Til It Happens To You” from The Hunting Ground; Music and Lyric by Diane Warren and Lady Gaga
  • “Writing’s On The Wall” from Spectre; Music and Lyric by Jimmy Napes and Sam Smith

Writing (Adapted Screenplay)

  • The Big Short (Screenplay by Charles Randolph and Adam McKay)
  • Brooklyn (Screenplay by Nick Hornby)
  • Carol (Screenplay by Phyllis Nagy)
  • The Martian (Screenplay by Drew Goddard)
  • Room (Screenplay by Emma Donoghue)

 

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DCTV – Folge 041: Filmwoche 08/2016

DCTV – Folge 041: Filmwoche 08/2016

[youtube w2cLHSodIpM]

Starts am 25.02.2016

Nix.

Blu-Rays der letzten Woche

Southpaw

southpawFilme über Boxer laufen ja meistens nach einem einfachen Schema ab. Erst geht’s mit dem Typen abwärts oder er ist schon ganz unten, dann kommt ein mentorartiger Trainer ins Spiel und am Ende gewinnt der Außenseiter.

Bei Southpaw ist es im Prinzip nicht viel anders. Der von Jake Gyllenhaal gespielte Billy Hope ist zu Beginn zwar schon Weltmeister, kommt aber durch eine familiäre Tragödie auf die schiefe Bahn. Als sich dann auch noch sein Manager verpisst, ist es ganz aus. Um aber das Sorgerecht für seine Tochter zurückzubekommen, muss er einen Job vorweisen. Deshalb nimmt er einen Job als Mädchen für alles in einer Boxhalle an. Der ältere Besitzer und Trainer weigert sich zunächst ihn auch zu trainieren, willigt aber später ein, damit Billy sich den Weltmeistertitel zurückerobern kann.

Wenn man den Film mit Rocky vergleichen möchte, was ja unweigerlich passiert, dann am ehesten mit den Teilen 2 und 3. Da gibt es einige parallelen. Southpaw als billigen Aufguss abzustempeln würde dem Film aber nicht gerecht werden. Dazu ist er trotz der bekannten Story einfach zu gut.

Das liegt natürlich in erster Linie an der guten Besetzung und der Zeit die ihnen gelassen wird um den Figuren Tiefgang zu geben. Wenn man einige der geschnittenen Szenen drin gelassen hätte, wäre da zwar noch ein bisschen mehr drin gewesen aber so ist das schon sehr ordentlich.

Die eigentlichen Szenen im Ring sind relativ brutal und gut choreographiert aber wie auch schon in Rocky nicht mit realen Boxkämpfen zu vergleichen. Außerdem nehmen sie keinen allzu großen Platz im Film ein. Ansonsten ein richtig anständiges Boxerdrama.

Alles steht Kopf

alles_steht_kopfMit Pixar Filmen bin ich ja noch nie so richtig warm geworden. Der ganze Cars und Toy Story Mist funktioniert bei mir überhaupt nicht. Und selbst die hoch gelobten WALL-E und Oben haben mich nicht wirklich unterhalten.

Warum landet alles steht Kopf dann in meiner Sammlung? Das lag hauptsächlich am Trailer und an der Idee das zu zeigen, was sich im Kopf so abspielt. Das hatte mich ein wenig an die Serie Es war einmal das Leben erinnert.

Hier wird sich auf verschiedene Emotionen beschränkt, die im Kopf der elfjährigen Riley alles regeln. Das ist ganz witzig gemacht und kann durchaus als originell durchgehen. Dabei hat der Film einen starken Anfang und ein richtig schönes Ende. Dazwischen verstrickt man sich leider in viele Pixar Typische Actioneinlagen, die zwar ab und an zwischendurch ganz nett wären, hier aber eindeutig zu viel des Guten sind. Das mag in 3D auf der Leinwand für die Kleinen genau das Richtige sein, aber für meinen Geschmack war dieses Dauertempogemache letztendlich nur ermüdend.

Ohne das wäre Alles steht Kopf der erste Pixar Film, den ich ohne Probleme empfehlen könnte aber so muss ich zumindest vor dem Mittelteil warnen.

Der Marsianer

marsianerNach den ersten Trailer konnte ich nicht so recht nachvollziehen, warum Der Marsianer bei den Golden Globes unter der Rubrik Comedy gelaufen ist. Immerhin geht es um einen Astronauten, der auf dem Mars zurückgelassen wird und dann mehrere Jahre in einer für Menschen nicht gerade gesunden Umgebung überleben muss, bis endlich Rettung kommt.

Nachdem ich den Film gesehen habe, bin ich immer noch der Meinung, dass es keine Komödie ist, obwohl es einiges zu lachen gibt. Der von Matt Damon gespielte, auf dem Mars zurückgelassene Mark Watney macht wahrscheinlich das einzige, was man in so einer Situation machen kann: er nimmt es mit Humor. Anders kann man wahrscheinlich die Anspannung gar nicht ertragen. Immerhin kann jeder noch so kleine Defekt an Ausrüstung oder Unterkunft das Ende bedeuten.

Ähnlich turbulent geht es auf der Erde zu, wo fieberhaft an einem Rettungsplan gearbeitet wird, nachdem man dort endlich erfahren hat, dass man da auf dem Mars was vergessen hat, was noch lebt. Ein großer Teil des Films spielt zwar auf dem Mars und somit ist man häufig allein mit Matt Damon, aber gerade diese Umschnitte an die anderen Orte sorgen dafür das der Film zu keiner Zeit langatmig wird.

Somit ist Der Marsianer mit seiner lockeren Erzählweise, die guten Effekten und den ebenso guten Darstellern eindeutig meine Blu-Ray der Woche.

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DCTV – Folge 040: Filmwoche 07/2016

DCTV – Folge 040: Filmwoche 07/2016

[youtube BLwBTbzG71I]

Starts am 18.02.2016

Hail, Caesar!

Wenn die Coen Brüder einen neuen Film raushauen, schaue ich gerne mal genauer hin. In den 2000ern gab es ja ein paar Filme von den beiden, die mir nicht so zugesagt haben, aber die letzten beiden, True Grit und Inside Llewyn Davis haben mir sehr gut gefallen.

Hail, Caesar! stand bei denen schon um das Jahr 2000 rum mal auf der Liste der nächsten Filme, war dann aber irgendwann wieder weg. Nun kommt der Film, der sich mit der Hollywood Maschinerie der 50er Jahre beschäftigt doch noch ins Kino.

Dem Trailer nach zu urteilen wird es eine Komödie mit viele, Coen typischen skurrilen Figuren. Besonders George Clooney, der ja schon mehreren Coen Filmen mitgewirkt hat, schein unter deren Regie immer noch eine Portion extra Spaß zu haben.

Auch wenn die 50er Jahre filmisch nicht zu meinen Lieblingsjahrzehnten gehören, habe ich richtig lust auf den Film. Und die guten Kritiken tun ihr übriges.

[youtube CEQo4dnWKxQ]

Blu-Rays der letzten Woche

Fantastic 4

fanta_4Diese Film wollte ich ja ursprünglich aufgrund der vernichtenden Kritiken links liegen lassen aber irgendwann war die Neugier dann doch zu groß. Außerdem gab es ja schon immer Filme, die mir gefallen haben aber bei den Kritikern durchgefallen sind.

Fantastic 4 ist eine Neuauflage der gleichnamigen Marvel Truppe und hat mit den beiden Filmen aus den Jahren 200 und 200 nix zu tun. Die waren ja auch nicht unbedingt anspruchsvollste Unterhaltung, haben aber durchaus Spaß gemacht. Das trifft auf den neuen Film nur bedingt zu und die negativen Kritiken kann ich in vielen Punkten nachvollziehen.

Die Besetzung der vier Helden kann man nicht unbedingt als Ideal ansehen, ist aber, wie ich finde, gar nicht der größte Kritikpunkt. Problematisch ist eher, dass der Film sehr viel Zeit damit verplempert, bis die vier ihre Superkräfte bekommen. Dann ist man auch gleich mitten im Showdown, der beinahe genauso schnell vorbei ist, wie er begonnen hat. Da stimmt also die Balance überhaupt nicht.

Auch die zum Teil recht blutigen Szenen gegen Ende, wollen nicht so recht ins Gesamtbild passen, denn bis dahin ist es doch eine eher lustige Angelegenheit.

Wie man sieht, brennt es bei Fantastic 4 an allen Ecken und Enden. Eine Fortsetzung könnte zwar aus der Ausgangssituation noch was halbwegs anständiges zaubern, aber da machen die mageren Einspielergebnisse den Produzenten einen Strichj durch die Rechnung.

Es ist ziemlich Ausgeschlossen, dass die Fantastic 4 in dieser Konstellation nochmal den Sprung ins Kino packen. Das bedeutet aber auch, dass wir uns in ein paar Jahren auf einen erneuten Reboot einstellen können. Dann aber bitte wieder ein halbwegs rundes Produkt…

Straight outta Compton

straight_comptonMusiker Bios mag ich ja Grundsätzlich, aber genauso grundsätzlich mag ich keinen Rap/Hip Hop. Und genau darum geht es in Straight Outta Compton. Erzählt wird die Geschichte von ein paar Jungs, die in den 80er die Hip-Hop Gruppe N.W.A. gründen und mit ziemlich provozierenden Texten schnell auf sich aufmerksam machen.

Natürlich gibt es irgendwann Streit, man trennt sich und macht Solo weiter. Am Ende werden dann wieder versöhnliche Töne angeschlagen. Das ist alles nicht neu, basiert aber in dem Fall auf tatsächlichen Ereignissen. Wobei auch das mit ein wenig Vorsicht zu genießen ist, da einige Mitglieder der ehemaligen Band auch Produzenten des Films sind. Da überrascht es nicht, wenn das ein oder andere etwas beschönigt wurde. Hart zur Sache gehen tut es trotzdem denn das ganze Gangsta-Rap Milieu ist nun mal kein Kindergarten, auch wenn man bei der ein oder anderen Szene den Eindruck bekommen könnte.

Man kann den Film sicher noch mehr genießen, wenn man sich in der Szene  auskennt und auf diese Art von Musik steht, aber auch mir hat das Ganze sehr gut gefallen. Auch wenn der hier vorliegende Directors Cut mit fast 3 Stunden Laufzeit zu Buche schlägt, gibt es doch erstaunlich wenige Längen im Film. Gegen Ende wird für meinen Geschmack zwar etwas zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt. Das passt nicht unbedingt zu der harten Gangart, die der Film bis dahin an den Tag gelegt hat, macht den Film aber nicht wirklich schlechter.

Straight outta Compton ist auch für nicht Fans ein interessanter und vor allem unterhaltsamer Einblick in die Frühzeit des Gangsta-Rap. Und man braucht keine Angst zu haben, dass man missioniert wird. Ich mag die Musik immer noch nicht 🙂

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DCTV – Folge 039: Filmwoche 06/2016

DCTV – Folge 039: Filmwoche 06/2016

[youtube B9jRXuvpxOY]

Starts am 11.02.2016

Deadpool

Neben den Avengers hat Marvel mit den X-Men noch eine weitere Superheldentruppe am Start. Gab es bisher neben den eigentlichen X-Men Filmen nur noch Soloabenteuer von Wolverine, wird mit Deadpool jetzt eine neue Figur eingeführt, die gleich einen eigenen Film bekommt. Deadpool war zwar im ersten Wolverine Solo-Film schon mal zu sehen (auch vom selben Schauspieler verkörpert), aber wie es aussieht, wurde die Figur komplett neu gestaltet.

Das man Deadpool erst mal Solo auf die Menschheit loslässt, macht durchaus Sinn, wenn man sich mal den Trailer betrachtet. Klar geht es auch in den X-Men Filmen nicht immer zimperlich zur Sache aber hier wurden der Gewaltanteil und die derben Sprüche so angezogen, dass es in Amerika ein R-Rating gab. Die anderen Filme der Reihe kamen mit niedrigeren Altersfreigaben ins Kino.

Der Trailer macht auf jeden Fall einen guten Eindruck und im Kino dürfte es auch nicht langweilig werden.

[youtube h9KBd6NUbgU]

Blu-Rays der letzten Woche

The Visit

the_visitWenn M. Night Shyamalan einen neuen Film raus bringt, wetzen die Kritiker schon die Messer. Nachdem er 1999 mit The sixth Sense als neues Wunderkind gefeiert wurde, gab es mit jedem Film den er danach heraus brachte mehr Prügel. Ich selber war mit den Nachfolgern Unbreakable und Signs noch ganz zufrieden aber dann lies das Interesse stark nach. Bei The Village und das Mädchen aus dem Wasser habe ich es bis heute nicht geschafft, die anzusehen ohne dabei einzuschlafen. The Happenig war ganz ok, Die Legende von Aang habe ich nie gesehen und After Earth hätte auch besser sein können.

Nun geht der Regisseur einen neuen Weg und macht einen kleinen Film für ein paar Millionen, die er aus eigener Tasche zahlt. Und wenn man ehrlich ist, war das nicht die schlechteste Idee. The Visit ist zwar mit seinem Video Doku Style alles andere als originell, baut aber eine gute Spannung auf und hat am Ende wieder eine Shyamalan-typische Überraschung. Die reicht zwar lange nicht an The sixth Sense heran, ist aber für ein ‚Oh, oh‘ oder ‚ach du Scheiße‘ allemal gut.

Kurz zum Inhalt: das Geschwisterpaar Becca und Tyler fahren aufs Land um ihre Großeltern zu besuchen, die sich noch nie gesehen haben. Ihre Mutter hat sich mit ihren Eltern vor Ewigkeiten zerstritten, sodass dieser Kontakt bisher nie zustande gekommen ist. Becca nimmt den ganzen Besuch auf Video auf, um damit evtl. eine Versöhnung von Mutter und Großeltern zu erreichen. Nur die benehmen sich irgendwie komisch.

The Visit hat eine ziemlich gute Mischung aus Thriller, Horror und Komödie wobei die komischen Momente den ein oder anderen stören könnten, denn die an sich bedrohliche Situation wird doch um einiges abgeschwächt. Ich mag es so wie es ist, da man merkt, dass der Regisseur nicht mit bitterem ernst an die Sache rangegangen ist, sondern das Ganze mit einem Augenzwinkern inszeniert hat. Das macht The Visit um einiges zugänglicher wie seine bisherigen Werke.

Der ganz große Wurf ist es zwar immer noch nicht aber gemessen an den Kosten sind die Einspielergebnisse mehr als gut und auch die Kritiker stimmen durchaus versöhnliche Töne an.

Posted by Sven in DVD/Blu-Ray, Filme, 0 comments
DCTV – Folge 038: Filmwoche 05/2016

DCTV – Folge 038: Filmwoche 05/2016

Außerdem im Video: eine kurze Kritik zu The Hateful Eight

[youtube jcKPQzWwq2M]

Starts am 04.02.2016

The Forest

Ein Film für alle, die sich im Kino gerne erschrecken. Also nichts für mich aber mangels Alternativen diese Woche mal erwähnt.

Es geht um zwei Schwestern, von denen die eine plötzlich verschwindet und die andere sich auf die Suche nach ihr macht. Diese Suche führt sie nach Japan in einen Wald in den Leute gehen um sich selbst umzubringen. Das es in dem Wald dann spukt, sollte klar sein.

The Forest wird bestimmt nicht wirklich was neues bieten, sieht aber recht atmosphärisch aus. Für ein paar Erschrecker dürfte der allemal gut sein.

[youtube Zb5IU3dfQAY]

Blu-Rays der letzten Woche

Everest

everestFilme, die sich mit dem Thema Bergsteigen beschäftigen, gibt es ja nicht allzu viele. Und wenn, dann sind sie oft nicht besonders realistisch. Ein gutes Beispiel sind Vertical Limit oder Cliffhanger, die zwar durchaus gut zu unterhalten wissen es aber mit dem Realismus nicht sehr ernst nehmen.

Bei Everest geht man einen anderen Weg. Das ist schon deshalb notwendig, weil es sich um eine wirklich passierte Geschichte handelt bei der einige Bergsteiger ums Leben gekommen sind. Hier das Ganze mit halsbrecherischen Actioneinlagen auszuschmücken um ein höheres Tempo und somit auch mehr Zuschauer zu bekommen würde dem Thema einfach nicht gerecht werden.

Gezeigt werden zwei Bergsteigergruppen die 1996 den Mount Everest besteigen und von einem Wetterumschwung überrascht werden. Das unter den Mitgliedern auch weniger erfahrene ‚Touristen Bergsteiger‘ sind, macht das Ganze für die Führer natürlich nicht einfacher.

Wer sich für den Film interessiert und die Geschichte dahinter bisher nicht kennt, sollte vorher auch nicht danach recherchieren. Das klingt jetzt vielleicht etwas makaber aber man fiebert noch ein bisschen mehr mit und hofft, dass es gut ausgeht. Das soll aber nicht heißen, dass der Film nicht auch für die interessant ist, die sich mit den Ereignissen schon vorher intensiver auseinandergesetzt haben.

Es wird zwar nicht die Klasse eines Apollo 13 erreicht, wo man auch nach dem hundertsten Mal am Ende immer wieder bangt, ob sich die Crew doch noch meldet aber der Film weiss trotz des ernsten Hintergrunds zu ‚unterhalten‘.

Das liegt zum einen natürlich an dem Ort, wo das ganze spielt, was auch ziemlich endrucksvoll in Szene gesetzt wurde und zum anderen an den guten Darstellern, die bis in den kleinen Rollen recht prominent besetzt sind. Nötig war das nicht unbedingt, denn gerade in der zweiten Hälfte des Films sieht man aufgrund der Winterkleidung, Schneebrillen und Sauerstoffmasken die Gesichter eh kaum noch. Das ist auch einer der wenigen Kritikpunkte die ich hier nennen muss, denn man muss leider oft überlegen, wer da gerade im Bild ist und das lenkt ein wenig vom eigentlichen Geschehen ab. Aber andererseits wäre alles andere auch nicht realistisch gewesen.

Auch wenn das ein zu erwähnendes Manko ist, weiss der Film über weite Strecken zu überzeugen und ist ein sehr gutes Abenteuer-Drama. Viel näher wird man dem Maounmt Everest jedenfalls nicht kommen. Höchstens in der ebenfalls erhältlichen 3D Version oder man klettert selber rauf.

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