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Rocketman (BluRay)

Wer mich kennt, weiß wie ich zu Musicals stehe. Deshalb ist auch Rocketman, der die ‘Wilden Jahre’ von Elton John schildert, nicht unbedingt ein Film, an den ich mit großer Begeisterung rangegangen bin. Dass er mir dann doch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen hat lag dann auch hauptsächlich daran, dass man sich mit den Gesangseinlagen ein wenig zurückgehalten hat.

Kommt noch dazu, dass Elton John jetzt nicht unbedingt meinen Musikgeschmack trifft. Dennoch hat einen der Film schon ab der ersten Szene, wenn die Hauptfigur in einem bunten Kostüm zu einer Therapiegruppe geht. Die dient dann auch als Rahmenhandlung von der aus Elton Johns erste Jahre im Showgeschäft erzählt werden.

Taron Egerton, der hier den Elton John gibt, hat schon in Eddie the Eagle bewiesen, dass er gut real existierende Personen darstellen kann. In Rocketman verkörpert er nicht nur brillant die Titelfigur sondern hat die meisten Songs auch selber neu eingesungen.

Das einzige was ich kritisieren muss sind die Gesangseinlagen. Das liegt aber mehr an mir als an dem Film. Mich reißt sowas immer aus der Geschichte raus und nimmt dem Ganzen ein wenig die Ernsthaftigkeit. Da es teilweise recht dramatische Szenen gibt passt das für mich einfach nicht, wenn da plötzlich angefangen wird zu singen.

Allerdings gibt es nicht so viele Musiknummern wie in anderen Musicalverfilmungen und die nachgestellten Liveauftritte zähle ich mal nicht dazu, denn die haben mir sehr gefallen. Für Musicalfans sicher zu wenig, für mich im ganzen gerade noch ertragbar. Deshalb bekommt der Film von mir auch im Ganzen eine positive Bewertung (und das schafft nicht jede Musicalverfilmung).

Ein schöner Film, der Johns leben auch nicht unnötig verschönt, am Ende aber nicht ohne Happy End auskommt. Passt schon.

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Kursk (BluRay)

U-Boot Filme mag ich ja grundsätzlich. Da gibt es einige gute. Natürlich Das Boot, oder Jagd auf Roter Oktober. K-19 war auch nicht schlecht. Dort ging es auch um ein russisches Atom U-Boot. Genauso wie jetzt im Film Kursk.

Dieser schildet die Geschichte des gleichnamigen U-Bootes welches durch einen technischen Defekt gesunken ist. Das Hauptaugenmerk liegt unter Wasser auf der Besatzung, die alles versucht um zu überleben und über Wasser beim politischen Taue ziehen zwischen Russen und Amerikanern.

Wenn man den Ausgang kennt, geht natürlich etwas die Spannung verloren aber trotzdem gibt es noch genug mitzufiebern, ob es die Seeleute vielleicht doch noch schaffen. Auch die diversen Rettungsversuche sind recht spannend gestaltet.

Optisch gibt’s natürlich nicht allzu viel zu sehen, da vieles im inneren des U-Bootes spielt und es auch sonst kaum helle Aufnahmen gibt. Man hat sich aber durchaus Mühe gegeben, das Ganze realistisch darzustellen.

Der bereits 2018 erschienene Film mag jetzt nichts für das ganz große Publikum sein aber unter den U-Boot Filmen kann er sich unter den bereits genannten durchaus behaupten.

Zu erwähnen wäre noch, dass der Anfang März 2020 verstorbene Max von Sydow hier seine letzte Filmrolle spielt.

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Midsommar (BluRay)

Um einen Film der etwas anderen Art soll es heute gehen. Midsommar könnte man als dramatischen Mystery-Thriller mit ein bisschen Horror beschreiben. Aber richtig einordnen kann man den Film wohl kaum.

Um was geht’s? Die amerikanische Studentin Dani ist nervlich am Ende. Ihre psychisch kranke Schwester hat erst ihre Eltern und dann sich selber umgebracht. Um mal auf andere Gedanken zu kommen, beschließt sie, sich ihrem Freund und zwei anderen Studenten anzuschließen. Diese wollen nach Schweden, um in einer kleinen Gemeinde die Sommersonnenwende zu feiern, zu denen sie ein schwedischer Freund eingeladen hat. Die anfangs ausgelassene Stimmung bei den Feierlichkeiten mündet aber bald in immer bizarrere Traditionen und Rituale zu denen die Amerikaner nicht zufällig eingeladen wurden.

Zugegeben, ein Film für jeden ist Midsommar nicht geworden. Dafür ist das Ganze dann doch zu behäbig erzählt, um es mit einem klassischen Horrorfilm aufnehmen zu können. Aber das will der Film ja auch gar nicht und das sollte man auch nicht erwarten. Man merkt die knapp 2 1/2 Stunden hier und da schon aber auf der anderen Seite trägt das auch viel zur Atmosphäre des Films bei. Aber auch wenn viel vom Horror in der zweite Hälfte der Fantasie des Zuschauers überlassen wird, gibt es dennoch einige sehr detailliert gezeigte (auch blutige) Szenen.

Hier aber detaillierten drauf einzugehen wäre aber schon spoilern und der Film lebt davon, dass man grad in der ersten Hälfte nicht so recht weiß, was es mit der kleinen Gemeinde und ihren Traditionen so auf sich hat.

Es existiert auch noch ein um etwa 20 Minuten verlängerter Directors Cut, welcher aber der Standard BluRay nicht beiliegt . Den gibt es, soweit ich weiß, im Augenblick nur als Beilage in der limitierten Mediabook Ausgabe und dann auch nur komplett im Originalton mit Untertiteln. Wenn man aber Regisseur und Schnittberichten glauben darf, ist der Mehrwert des Directors Cuts nicht so groß, dass nicht auch die Kinofassung reichen würde. Man hätte sie aber trotzdem der normalen Version beilegen können.

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Ad Astra (BluRay)

Der deutsche Zusatztitel ‘Zu den Sternen’ ist hier in meinen Augen etwas irreführend. Der von Brad Pitt gespielte Astronaut um den es hier geht verlässt ja noch nicht mal das Sonnensystem. Aber darin kommt er zugegebenermaßen ziemlich weit rum.

Aber fangen wir vorne an. Ad Astra erzählt die Geschichte des Weltraumingenieur Roy McBride der sehr viel Wert auf seine körperliche und seelische Fitness legt. Eines Tages kommt es während der Reparatur einer Weltraumantenne zu einem Unfall durch den er tausende von Metern zur Erde stürzt.

Sein Verhalten in dieser gefährlichen Situation nehmen ein paar Bosse zum Anlass ihn in auf eine geheime Weltraummission zu schicken. Diese gehen davon aus, dass der elektromagnetische Sturm, der die Weltraumantenne zerstört hat aus Richtung des Neptun kommt. Dorthin ist 20 Jahre zuvor Roys Vater gereist um die Existenz von Außerirdischen zu beweisen und seitdem verschollen.

Roy soll über den Mond zum Mars fliegen, weil dort die einzige noch funktionierende Kommunikationseinrichtung steht, mit der man Nachrichten in Richtung Neptun schicken kann. Damit soll er versuchen, seinen Vater zu kontaktieren.

Tja, soviel zur Ausgangssituation. Natürlich läuft bei dieser Mission nichts nach Plan und keiner spielt so richtig mit offenen Karten.

Ad Astra ist nichts für Freunde der typischen Weltraumballerei. Es wird gern mal der Vergleich mit 2001 genannt, was ich so jetzt aber nicht unterschreiben würde. Das sind zwei völlig unterschiedliche Filme. Ich persönliche finde den Film hauptsächlich aus astronomischer Sicht interessant. Die Reise durchs Sonnensystem bietet schon einige sehr beeindruckende Bilder.

Wenn man sich die Darstellerliste ansieht, wundert es mich ein bisschen, dass sich der Film bisher irgendwie an mir vorbeigemogelt hat. Brad Pitt, Donald Sutherland, Tommy Lee Jones und Liv Tyler sind alles keine Unbekannten.

Vielleicht liegt es an der etwas behäbigen Erzählweise, dass dem Film ein größeres Publikum verwehrt bleibt. In diesem Punkt kann man den Vergleich mit 2001 wieder ziehen. So dürfte der Film hauptsächlich bei den Leuten funktionieren, denen dieses Tempo nichts ausmacht und die am Thema Raumfahrt interessiert sind. Das wird nämlich in meinen Augen recht realistisch dargestellt.

Das Bild der BluRay macht eine ordentliche Figur wobei die Farben, thematisch bedingt, nicht gerade quietschbunt sind. Allgemein ist auch der Look des Films recht düster. Der Ton funktioniert trotz der fehlenden Action hervorragend und ist gut abgemischt. Ist bei dieser Art von Filmen auch nicht immer selbstverständlich.

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Der Marvel Marathon

Heute ist es endlich soweit. Schon vor Monaten durchgeführt, ist die Nachbearbeitung meines Videos zum Marvel Marathon endlich fertig.

Geschaut wurden alle Filme des Marvel Cinematic Universe von Iron Man 1 bis Avengers Endgame. Da es sich dabei um 22 Filme mit einer Laufzeit von etwa 47 Stunden handelt, ist das am Stück kaum zu schaffen. Um mich nicht unnötig zu quälen, habe ich das Ganze auf drei Tage aufgeteilt.

Alles weitere erzählt der Verrückte im Video:

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The Irishman (Netflix)

Das Thema Netflix klammere ich hier mal bewusst aus, da es nur um den Film selber gehen soll, den ich nun endlich mal (im TV) sehen konnte.

Um es schon mal vorab zu sagen: Der Film hält das, was ich mir von ihm versprochen habe. Die Wiedervereinigung von Scorsese, DeNiro und Pesci hätte gar nicht besser funktionieren können. Und als Sahnestückchen oben drauf hat man mal eben noch Pacino geholt. Alles Fachleute wenn es darum geht, einen guten Mafia-Film zu machen.

Der über 200 Minuten lange The Irishman erzählt das Leben des Kriegsveteranen Frank Sheeran der nach dem Krieg vom Lastwagenfahrer zu einem hochrangigen Mitglied der Mafia wird, in dessen Auftrag er auch mordet. Durch diese Arbeit erhält er schließlich den Job als persönlicher Leibwächter des Gewerkschaftsbosses Jimmy Hoffa.

Der Film spielt in mehreren Zeitebenen, wobei die Darsteller digital jünger, bzw. älter gemacht wurden. Das funktioniert bis auf wenige Ausnahmen ausgesprochen gut. Und da ist es dann auch nicht die Optik sondern eher die Bewegung. Ein über 70 jähriger DeNiro, dessen Gesicht wie das eines 30jähriger aussieht, bewegt sich halt nicht wie ein dreißigjähriger. Das ist dann aber auch schon das einzige, was man in diesem Bereich negativ sehen könnte.

Mit der Erzählstruktur hatte ich so ein bisschen Probleme. Der Film springt immer mal wieder in den Zeiten hin und her. Da musste man dann schon aufpassen, dass man mitbekommt, wann das gesehene gerade spielt. Die angepasste Optik der Schauspieler hilft da nur bedingt, weil ich die Unterschiede bei den Szenen die in den 50er-70 Jahren spielen eher gering finde.

Was den ein oder anderen eher stören könnte, ist das gedrosselte Erzähltempo. Wenn man hier ein Schnittgewitter wie in GoodFellas oder besonders in Casino erwartet, wird man enttäuscht. Das Tempo des Films erinnert eher an das von Der Pate. Trotzdem merkt man irgendwie immer, dass man sich gerade einen Film von Martin Scorsese anguckt.

Die Besetzung ist natürlich das eigentliche Highlight des Films. Joe Pesci endlich mal wieder in einem Film zu sehen war schon etwas Besonderes, wenn man bedenkt, dass er dafür extra seinen Ruhestand unterbrochen hat. Wenn auch nur wiederwillig, wenn das stimmt was man so liest.

DeNiro brauchte diesen Film unbedingt, da er in den letzten Jahren nicht gerade die ganz großen Hits hatte. Es waren zwar immer mal wieder ein paar nette Nebenrollen dabei aber so einen richtigen Knaller den er als Hauptdarsteller trägt sucht man dann doch vergeblich.

Selbiges gilt für Al Pacino. Auch der zeigt hier als Jimmy Hoffa endlich mal wieder seine ganze Klasse.

Ob The Irishman letztendlich genauso nachwirken wird wie Der Pate, GoodFellas oder Casino wird die Zeit zeigen. Lust auf eine Zweitsichtung hätte ich schon. Da kann man nur hoffen, dass da evtl. mal eine BluRay veröffentlicht wird oder ich bei Netflix doch mal schwach werde. Bisher würde es sich für mich noch nicht lohnen.

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